geißendörfer film- und fernsehproduktion

Fotos der Münchener Premiere von "In der Welt habt ihr Angst"
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Szenenbilder aus "In der Welt habt ihr Angst"
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Alle Fotos: Alexander Fischerkoesen

Das Team von "In der Welt habt ihr Angst"

"In der Welt habt ihr Angst"

Synopsis

Im Leben von Eva (ANNA MARIA MÜHE) und Jo (MAX VON THUN) existieren nur noch sie beide – und das Heroin. Alle Kontakte zu Familie oder Bekannten, zu Evas Vater (HANNS ZISCHLER) ebenso wie zu ihrem gutmütigen, ehemaligen Geliebten Zimmernachbarn Tom (JOHANNES ALLMAYER) sind längst zerbrochen.

Als Eva erfährt, dass sie schwanger ist, beschließen sie und Jo gemeinsam, dass sich ihr Leben nun radikal ändern muss. Sie gehen auf kalten Entzug und weit weg von der provinziellen Enge und der malerischen, gutbürgerlichen Idylle der Stadt Bamberg wollen die Liebenden in Neuseeland einen Neuanfang wagen. Doch die Versuche, sich Geld für die Reise zu beschaffen, scheitern. Evas Vater, ein disziplinierter Kantor, weist seiner Tochter die Tür, als er sie dabei erwischt, wie sie
sich heimlich einen Scheck ausstellen will. Verzweifelt bettelt Eva wieder einmal Tom, ihren Zimmernachbarn im Wohnheim, an. Doch auch der verweigert sich diesmal.

Jo und Eva kommen auf die naive Idee, einen Jo bekannten Antiquar in der Nähe zu überfallen. Sie soll den Mann ablenken und nach einem Buch fragen, während Jo indessen die Kasse plündert. Doch der Plan geht schief. Das unter massiven Entzugserscheinungen leidende Pärchen verhält sich auffällig und unbeholfen. Der aufgebrachte Buchhändler bedroht die beiden mit einer Pistole und alarmiert die Polizei, bevor Eva ihn mit einer im Laden herumstehenden Büste niederschlägt. Tief erschrocken über ihre Tat versucht sie für den Verletzten Hilfe zu rufen und erst als die Polizeisirenen bereits laut zu hören sind, verlassen beide den Laden und versuchen linkisch zu fliehen. Jo wird sofort gefasst. Eva greift nach der Pistole des Ladenbesitzers, bedroht die Polizisten und verspricht Jo verzweifelt, ihn aus dem Knast zu befreien. Dann flieht sie und kann ihre Verfolger in den engen Gassen von Bambergs Altstadt tatsächlich abschütteln.

Gepeinigt von heftigsten Entzugserscheinungen und vollkommen am Ende ihrer Kräfte versteckt sich Eva in einem Hauseingang. In der Nacht bekommt sie einen lautstark ausgetragenen Ehekrach zwischen Paul (AXEL PRAHL) und Gisela (KIRSTEN BLOCK) mit, die in diesem Haus wohnen. Als der Lateinlehrer Paul am nächsten Morgen die nachts im Frust geleerten Weinflaschen in den Altglascontainer im Hof trägt, schlüpft Eva geschwind in seine Wohnung. Zitternd, mit der Pistole in der Hand, nötigt sie Paul dazu, sich selbst an einen Stuhl zu fesseln. Paul gehorcht, spürt er doch instinktiv sofort, welche Gefahr von dieser unberechenbaren, schwitzenden, von Schmerzen geplagten jungen Frau ausgeht. Im Laufe der nächsten quälenden Stunden beginnt Eva, Paul von ihrem Leben und ihren Plänen zu erzählen und obwohl Jo weit weg im Gefängnis seinen Entzug
durchzustehen versucht, kann Eva durch die Kraft ihrer Liebe mit ihm kommunizieren und sogar musizieren. Eine zaghafte, väterliche Beziehung bahnt sich zwischen dem genau beobachtenden Studienrat und Eva an. Doch als Pauls Frau Gisela, die nach dem Streit verzweifelt wütend das Haus verlassen hat und zu ihrem Geliebten eilte, überraschend wieder die Wohnung betritt, spitzt sich die Situation gefährlich zu. Gisela gelingt es schließlich, die Polizei zu verständigen. Diese umstellt sofort das Haus. Evas Vater hämmert an die Wohnungstür und fleht seine Tochter an, sich zu ergeben. Doch auf einmal überschlagen sich die Ereignisse.

Drehmotive in und um Bamberg / Fotos: Alexander Fischerkoesen
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Stab / Besetzung

Kinoproduktion | Drama | ca. 110 Min. | Gefördert vom DFFF
Drehzeit: 03.11. - 09.12.2009
Drehort: Bamberg und Umgebung
Produktion: Geißendörfer Film- und Fernsehproduktion

Buch und Regie: Hans W. Geißendörfer
Regieassistenz: Chris Tromboukis
2. Regieassistenz: Hana Geißendörfer
Kamera: Alexander Fischerkoesen
Schnitt: Oliver Grothoff
Szenenbild: Frank Polosek
Kostümbild: Conny Blasczyk
Casting: Horst D. Scheel
Herstellungsleitung: Andreas Habermaier
Produktionsleitung: Heinz Nickel
1. Aufnahmeleitung: Jannis Stahnsdorf

Besetzung:
Anna Maria Mühe ("Eva Baumann")
Max von Thun ("Jo Krämer")
Axel Prahl ("Paul Krämer")
Hanns Zischler ("Johannes Baumann")
Kirsten Block ("Gisela Krämer")
Johannes Allmayer ("Tom Schäfer")
u.a.

Hans W. Geißendörfer bei Dreharbeiten zu "In der Welt habt ihr Angst"
Fotos: Alexander Fischerkoesen

Interview mit Hans W. Geißendörfer

WORUM GEHT ES "IN DER WELT HABT IHR ANGST"?
Es geht um Liebe und die Kraft, die Liebe geben kann. Es geht um drei Arten von Liebe: Die kaputte Ehegeschichte zwischen Paul und Gisela Krämer, die Liebe zwischen Vater und Tochter, zwischen Johannes und Eva Baumann. Und die große Liebe zwischen Jo und Eva. Alle diese drei Variationen der Liebe verändern sich im Laufe des Films.

DIESE DREI EBENEN BILDEN DEN KERN DES FILMS?
Ja. Wobei es mir bei der Beziehung von Jo und Eva auch darum ging, etwas zu spiegeln, was ich persönlich mit meiner Frau so erlebt habe. Dass man auch getrennt voneinander, manchmal sogar über Distanzen von mehreren hundert Kilometern hinweg, miteinander ohne technische Hilfsmittel kommunizieren kann. Aber es geht natürlich auch darum, für eine Sache zu leiden und zu kämpfen und Kraft zu entwickeln für ein bestimmtes Ziel. Denn das ist es ja, was Eva auszeichnet.

Sie ist eine junge Frau, die merkt, dass sie einen Fehler gemacht hat, als sie sich aus Neugierde auf Heroin eingelassen hat und nun selber schon einige Zeit Opfer dieser Droge ist. Bis sie bemerkt, dass sie schwanger ist. Von diesem Moment an rafft sie ihre ganze Kraft zusammen, weil sie wieder zurück will in ein suchtloses, normales Leben. Sie will eine Familie haben. Und er macht mit. Beide, aber eben vor allem sie, entwickeln dabei eine enorme Energie, und schließlich schaffen sie es auch. Ich bin der Ansicht, sie schaffen es nur deswegen, weil sie beide so eine feste Beziehung haben, ohne jeden Kompromiss.

WIE KAMEN SIE AUF DAS THEMA DROGENABHÄNGIGKEIT IN KOMBINATION MIT EINER LIEBESGESCHICHTE?
Eigentlich bemühe ich mich immer darum, dass möglichst wenig Privates in meine Filme hineinspielt. Aber es gibt sie eben doch immer, die Beziehungen zum eigenen Leben. Besonders, wenn man auch das Drehbuch selbst schreibt. Ich habe drei Töchter und die sind in London aufgewachsen. Sie haben viel Selbstbewusstsein, und wir vertrauen uns gegenseitig absolut. Meine Frau und ich hatten immer nur eine Sorge: Was wir nicht steuern können, ist die erste Liebe.

Dass die Kinder nicht drogensüchtig werden aus sich selbst heraus, da hatten wir einen festen Glauben an sie. Aber wenn sie sich verlieben und der Mann ist ein Drogenabhängiger oder zumindest einer, der damit engen Kontakt hat und es gelegentlich probiert, das wäre schlimm. Das war meine ganz persönliche Angst als Vater, dass eine meiner drei geliebten Töchter das vielleicht erlebt und wir Eltern hilflos zuschauen müssten.

DIE MOTIVATION FÜR DEN FILM WAR ALSO REIN AUTOBIOGRAPHISCH?
Nein, diese Gedanken kamen erst später dazu. Die eigentliche Entstehungsgeschichte der Figur der Eva hing direkt mit Anna Maria Mühe und vor allem ihrem Vater Ulrich Mühe zusammen. Uli und ich haben zusammen SCHNEELAND gedreht. Dafür wohnten wir damals wochenlang in Lappland in einem Hotel. Im Winter gab es nur Schnee und Kälte, und im Sommer gab es nur Kälte und Schnee. Da saßen wir abends oft zusammen mit einem guten Rotwein an der Bar und wir kamen auf die Idee, dass es doch schön wäre, wenn Anna Maria und er einmal zusammen in einem Film spielen würden. Er als Vater, sie als Tochter. Und so habe ich noch während der Arbeit an SCHNEELAND begonnen, eine erste Skizze zu IN DER WELT HABT IHR ANGST zu schreiben.

Dann ist Uli leider gestorben. Aber den Film haben wir trotzdem gemacht. Die Rolle des Vaters, die habe ich allerdings jetzt ganz anders angelegt als ursprünglich geplant.

DIE ROLLE DER EVA HABEN SIE KONKRET FÜR ANNA MARIA MÜHE GESCHRIEBEN?
Ich bin, wenn ich einen Originalstoff schreibe, immer sehr erleichtert, wenn ich schon weiß, für wen. Eine Person vor Augen zu haben in dieser Phase, das beflügelt meine Phantasie ungemein. Die jeweiligen Schauspieler müssen aber nicht unbedingt davon erfahren, dass ich an einem Stoff für sie arbeite, ein Foto neben dem PC genügt mir. Mehr steckt gar nicht dahinter.

In dem Fall der Eva hatte ich natürlich seit den ersten Skizzen Anna Maria im Hinterkopf für diese Rolle. Während meiner Schreibphase habe ich sie dann endlich auch kennen gelernt. Ich finde, sie ist eine bezaubernde, sehr phantasiestarke junge Frau mit einem Riesentalent. Eine Vollblutschauspielerin. Ich mochte sie auf Anhieb sehr und es gab nicht den Hauch eines Zweifels, dass sie die Idealbesetzung der Eva ist.

NEBEN DEM BILD VON ANNA MARIA MÜHE HATTEN SIE AUCH EIN FOTO VON MAX VON THUN AUF DEM SCHREIBTISCH STEHEN?
Ich muss gestehen, dass ich Max vorher nicht auf meiner Liste hatte. Aber mein Caster. Mein Castingchef Horst Scheel hatte mir Max von Thun als seine erste Wahl vorgeschlagen. Daher habe ich mich auch mit Max getroffen, nachdem ich mir seine bisherigen Filme angesehen hatte und ihn darin sehr interessant fand. Wir haben gleich ganz ernsthaft über seine Rolle geredet. Er hat sofort damit begonnen, 14 Kilo abzunehmen, die bis zum Drehbeginn ein halbes Jahr nach unserem Treffen runter mussten. Und er hat bewundernswert ausführlich über das Thema Sucht und Entzug recherchiert. Über seine Mutter, die stark im Charity-Geschäft gegen Drogenmissbrauch engagiert ist, konnte er die notwendigen Kontakte knüpfen.

Er hat sich in München regelmäßig mit Drogenabhängigen oder Leuten, die auf Entzug sind, getroffen und sich von ihnen alles erklären lassen, bis er Bescheid wusste. Er kannte am Ende alle Gesten und Tricks, die die so drauf haben, wenn sie auf kaltem Entzug sind. Das fand ich sehr imponierend, denn das hatte ich vorher gar nicht von ihm verlangt.

Aber er war einfach brillant. Max ist ein sehr belastbarer und intelligenter, treuer Mensch mit sehr viel Disziplin. In SOMMER DER GAUKLER, dem neuen Film, den ich gerade produziere und in dem Marcus H. Rosenmüller Regie führt, empfinde ich ihn wieder so. Er macht seine Sache super.

WIE KAM AXEL PRAHL DAZU?
Den hatte ich auch schon beim Schreiben im Kopf. Ich mag ihn sehr. Das ist einer der Schauspieler, mit denen ich schon seit langem einmal zusammen arbeiten wollte. Wir haben uns vorher ein paar Mal auf irgendwelchen Partys und Preisverleihungen getroffen und ich wusste immer: Den will ich haben. Ich kannte ihn aus HALBE TREPPE und DU BIST NICHT ALLEIN und fand ihn einfach großartig. Der hat viel Ironie und ist ja auch ein irrsinnig guter Schauspieler.

Ich schreibe gerade wieder an einem Film für ihn. Ich bin ernsthaft daran interessiert, weiterhin mit ihm zu arbeiten, und er gottseidank ebenfalls. In fast allen Filmen, in denen Axel Prahl bisher mitspielte, und die „Tatort“-Rolle ist ja ebenfalls ähnlich angelegt, war er der einfache Mann aus dem Volk. Der ehrliche Arbeiter. Deswegen wollte ich ihn unbedingt einmal als Akademiker besetzen. Man sieht es in IN DER WELT HABT IHR ANGST ganz gut: Das kann er auch.

WAS BEDEUTET DIE MUSIK IM FILM?
Sehr viel. Sie bestimmt vieles. Sie sagt viel aus. Aber in ganz unterschiedlichen Arten. Musik überträgt die Emotionen. Im Leben wie natürlich auch in diesem Film. Sie überträgt die Stimmungen der jeweiligen Figuren. Sie charakterisiert die einzelnen Figuren, und jeder hat einen ganz eigenen Zugang zur Musik. Man erkennt beispielsweise in der Szene, in der Eva in Pauls Wohnung versucht, Klavier zu spielen, wie viel ihr die Musik bedeutet.

Gerade in diesen Momenten, in denen es Eva schlecht geht, kommt deutlich zum Ausdruck, dass die Musik für sie eine Art Heimat ist und sie seit ihrer Jugend als Kantors-Tochter sehr geprägt hat. Welche enorme Willenskraft die junge Frau besitzt, zeigt die Szene ebenfalls. Denn Eva bezwingt für wenige Augenblicke sogar ihre während des Entzugs ständig zitternden Hände, um ein paar Takte spielen zu können. Anna Maria Mühe leistet in dieser Szene Großartiges, finde ich. Sie zeigt, wie eine Frau Klavier spielt, die früher einmal sehr gut spielen konnte, aber jetzt gerade der schwer kontrollierbaren Hände wegen nicht mehr kann.

Auch Jo, der ebenfalls Musiker war, bedeutet die Musik viel und auch er wird durch die Art Musik, die er spielt, charakterisiert. Der Vater von Eva ebenfalls, und auch ihr Freund und Wohnheim-Nachbarn Tom. Jeder wird über seinen persönlichen Zugang zur Musik definiert: Der Vater ist Dirigent, etwas streng, immer korrekt und pflichtbewusst. Der unauffällige, gutmütige Tom spielt im Posaunenchor. Er gliedert sich in eine Gruppe ein, kann sich unterordnen und seine eigenen Wünsche zurückstellen.

WOHER STAMMT DER FILMTITEL?
Aus dem Johannes-Evangelium und aus der Bach-Kantate Nr.87 (Titel: "Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen"). Es ist eine Bass-Arie, in der es heißt: „In der Welt habt ihr Angst. Aber seid getrost, ich habe die Welt erlöst.“ Ich bin in ähnlichen Verhältnissen aufgewachsen wie Eva und war wie sie von Kindesbeinen an ständig von Kirchenmusik umgeben. Im Internat wurden wir jeden Morgen mit Bach geweckt, und das hat mich natürlich sehr geprägt. Ich liebe diese Musik noch heute, und für mich ist es kein richtiger Sonntag, wenn ich nicht irgendwann Bach hören kann.

WO HABEN SIE GEDREHT?
In Bamberg. Die Stadt spielt im Film eine entscheidende Rolle. Diese enge Provinz, diese Stadt, in der man kaum einen Schritt tun kann, ohne ein Kruzifix im Auge zu haben. Wo immer Sie hinkommen, die Kirche ist schon da und als Kunst, als Religion, als Mahnung oder nur als Detail immer präsent. Genau so eine Welt wollte ich zeigen. Eine pittoreske Idylle, in der sich Heroinabhängige wie Fremdkörper ausnehmen. Deswegen wollen Jo und Eva ja auch unbedingt weg und in Neuseeland ein neues Leben beginnen. Weil sie in dieser malerischen Kleinstadt immer als Aussätzige gelten würden, egal ob clean oder nicht.

Bamberg ist ein wunderbarer Drehort. Ein wirklich phantastisches Städtchen mit Leuten voller Hilfsbereitschaft, angefangen beim einfachen Polizisten auf der Straße bis hin zum Oberbürgermeister. Wir hatten keinerlei Probleme, und die Bamberger Bevölkerung war leidenschaftlich gerne Komparse. Ich habe vor Drehbeginn viele ähnlich große Universitätsstädte besichtigt. Aber keine andere Stadt hatte diesen besonderen Blick von oben auf die Kirchtürme der Stadt, den ich unbedingt haben wollte. Das ist einfach wunderschön, und das gibt es nur dort.

DER FILM IST WEITESTGEHEND OHNE FÖRDERMITTEL ENTSTANDEN...
Ja. Außer der „automatischen“ Förderung des DFFF haben wir nichts erhalten. Der Film wurde zwar überall eingereicht, aber man hat sich immer gegen uns entschieden. Begründet haben es manche Fördergremien, wie ich es sehe, mit dem Thema Drogen. Von einigen habe ich es anschließend direkt erfahren. Da hieß es dann einmal auch ganz unverblümt: „Wenn du aus den Heroinabhängigen Alkoholsüchtige machst, kannst Du’s wieder versuchen. Wir wollen einfach keine Junkies.“

Immer hieß es in den Begründungen indirekt, es gehe nur um Drogen. Keiner hat gesehen, dass es doch eigentlich um Liebe geht, und dass die beiden am Ende sogar loskommen von den Drogen. Heroin ist, das war mir vorher nicht bewusst, eine ungeheuer dämonische Droge, vor der man große Angst hat und die man am besten gar nicht thematisieren will. Aber wir haben es trotzdem geschafft, den Film fertig zu stellen. Und es macht einen schon auch sehr stolz, wenn man die Kraft aufbringt, einen Film an allen Gremien und Fernsehsendern vorbei zu finanzieren. Jetzt wünsche ich mir nur noch, dass der Film ein wenig Anerkennung findet und dass alle, die ihn damals abgelehnt haben, das auch erfahren.

(Das Interview stammt aus dem Presseheft zu IN DER WELT HABT IHR ANGST)