Das "Landminenproblem" hat in den vergangenen Jahren großen Widerhall in den Medien gefunden. Der "Ottawa-Vertrag" von 1997 verbietet die Produktion, die Lagerung, den Einsatz und die Weitergabe von Antipersonen-Minen. Leider sind einige große Staaten dem Vertrag nicht beigetreten, so zum Beispiel die USA. Landminen werden nach wie vor in verschiedenen Ländern hergestellt und von kriegsführenden Nationen eingesetzt.
Waffenhersteller mehrerer Länder (u.a. Deutschland) haben das Verbot der Landminen durch die Entwicklung neuer Bombensysteme unterwandert. So wurden zum Beispiel "Splitterbomben" (cluster bombs) entwickelt, die eine weit verheerendere Wirkung haben als Landminen: Aus Flugzeugen werden etwa 500 "Splitterbomben" gleichzeitig abgeworfen, von denen aber nur 60 bis 70 Prozent explodieren. Die restlichen Bomben bleiben im Boden stecken - meist knapp unter der Erdoberfläche. Diese Minenart kann nicht entschärft, sondern nur durch Sprengung neutralisiert werden. Dass diese Minen nach den Kriegen meist Zivilisten töten, scheint die Hersteller und das internationale Militär nicht zu beunruhigen.
Das internationale Rote Kreuz plant mittelfristig eine weltweit angelegte Kampagne gegen "Splitterbomben", mit dem Ziel, den Einsatz dieser Bomben durch einen Vertrag innerhalb der Völkergemeinschaft zu verbieten. "Footprints" will diese Kampagne unterstützen.
"Footprints" zeigt die zerstörerische Wirkung von Splitterbomben und nicht explodierter Munition (unexploded ordnance, kurz: UXO). Die Splitterbomben zerstümmeln und töten nicht nur, sie verhindern auch, dass Bauern zurück zu ihrem Land und Schäfer zurück zu ihren Herden gehen. Sie machen Straßen unpassierbar und ganze Regionen unbewohnbar. Kurz: Sie verwandeln die Heimat der Menschen zu feindlichem Gebiet.
Regie: Ben Hopkins | Buch: Hans W. Geißendörfer und Ben Hopkins | Projekt-Koordination, Recherche: Christopher Horwood | Kamera: Gary Clarke
FOOTPRINTS ist eine Koproduktion der gff, Köln und "Tigerlily Films", London. Der Film wurde an Originalschauplätzen in Afghanistan und Laos gedreht, einige Interviews wurden in London geführt. In Afghanistan wurde die Crew durch das Internationale Rote Kreuz, in Laos durch UXO Lao betreut.